Helferkreis Sandhausen

Die Idee

Nicht alle Menschen sind in der Lage, alle Situationen des täglichen Lebens alleine zu beherrschen. Allzuoft stößt man aus verschiedenen Gründen an seine Grenzen. An vielen Stellen gibt es professionelle Unterstützung, aber manchmal steht eine solche Hilfe einfach nicht zur Verfügung.

Hier versuchen wir zu helfen.

Wir sind kein Verein. Wir sind einfach eine Gruppe von Sandhäuser Bürgern, die ungeachtet politischer, religiöser oder sonstiger Ansichten im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen versuchen.

 

Was wir machen, machen wir gerne.




Aktuelle Info's

Zum Weltflüchtlingstag ein Gottesdienst mit internationaler Beteiligung

 

 

 

Der Gottesdienst zum Weltflüchtlingstag war ein Stück gelebte Integration. Menschen unterschiedlichster Herkunft beteiligten sich am Geschehen. Eingeladen hatten Pfarrer Bernhard Wielandt und der Ökumenische Helferkreis Sandhausen.

 

 Die Bezirksbeauftragte für Flucht und Migration der evangelischen Kirche Tatjana Briamonte-Geiser nahm es zum Anlass, über die Aktion „Platz für Asyl“ zu sprechen, bei der sich einige Sandhäuser Gruppen: die Kindergärten „Schatzkiste“ und „St. Elisabeth“, die Zugvögel und der Ökumenische Helferkreis beteiligt hatten. Es wurden drei Stühle und eine Sitzbank künstlerisch gestaltet und in Stuttgart auf dem Marktplatz mit hunderten anderen zusammen ausgestellt unter dem Zeichen der Solidarität mit Geflüchteten in ganz Europa.

 

 Die kreativ bemalten Sitzgelegenheiten standen nun im Gottesdienst im Altarraum zur Ansicht.

 

Die iranische Künstlerin, die die Sitzbank mit Pinsel und Farbe gestaltet hatte, erzählte von den für die Menschen aus dem Volk schwierigen politischen Verhältnissen und wie es ihrer Familie im Iran ergangen ist – ihr Mann wurde gefoltert – bis sie sich entschlossen, ihr Land zu verlassen.

 

 In der Predigt bekannte Pfarrer Bernhard Wielandt seinen Respekt davor, wenn jemand sich  bewusst entscheidet, aus schwerwiegenden Gründen aus seinem Land fortzuziehen; es ist das ausgeübte Grundrecht auf freie Entfaltung. Wer flüchtet, begibt sich in die Hände anderer, ist schutzlos und allein und braucht große mentale Stärke und unbändigen Überlebenswillen. Menschen, die zu uns kommen, bringen uns großes Vertrauen entgegen. Zwischen den Menschen soll die Regel gelten: Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch. Denn schließlich haben alle das gleiche Bedürfnis: ein friedliches und vertrauensvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Prägung.

 

 Zu den Fürbitten fanden auch Geflüchtete den Mut, ihr Gebet in deutscher Sprache ins Mikrofon zu sprechen. Alle, die ein Gebet sprachen, zündeten eine Kerze an und stellten sie auf die gemalte Weltkugel am Boden. Auch Gottesdienstbesucher bekamen die Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden.

 

 Zum Ende hin stellte Tanja Diem die Arbeit des Ökumenischen Helferkreises vor, der unter dem Motto „Fremde sind Freunde, die wir noch nicht kennengelernt haben“ zahlreiche Hilfestellungen bietet für Menschen, die es brauchen, Geflüchtete und nicht Geflüchtete.

 

 Im Anschluss nahmen viele, die am Gottesdienst teilgenommen hatten, die Gelegenheit wahr, bei leckeren Speisen, unter anderem zubereitet von den neuen Einwohnern Sandhausens, locker ins Gespräch zu kommen.

 

H. Ortlepp